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Institut für Musikpädagogik Graz

1. Grazer Musiktherapietag

„Wie viel Psychotherapie braucht die Musiktherapie?“

Die Frage des Ineinanderwirkens von Musiktherapie und Psychotherapie ist für den Diskurs in der Fachdisziplin Musiktherapie von großer Bedeutung. Die seit 2010 bestehende GRAMUTH – Grazer Ausbildung Musiktherapie (Interuniversitärer Lehrgang Musiktherapie KUG/MUG/KFUG) hat sich in ihrer ersten Tagung zur Musiktherapie dieses Themas angenommen und sorgte damit für viel Diskussionsstoff. Eingeladen wurden Vertreter aller drei akademischen Ausbildungen sowie der Berufsverbände, um die österreichweite Vernetzung innerhalb der Musiktherapie zu bestärken.

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Die Tagungsleitung – bestehend aus Dr. Monika Glawischnig-Goschnik, Dr. Urs Rüegg und Dipl.-Musikth. Dipl.-Soz.päd. Christian Münzberg – sorgte im Zusammenspiel mit freiwilligen Studierenden der GRAMUTH am Institut für Musikpädagogik und O.Univ.-Prof. Mag. Gerhard Wanker für eine angenehme und professionelle Durchführung.

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Der Aufbau der Tagung wurde unterteilt in verschiedene Vorträge, ausführliche Möglichkeiten zur thematischen Vertiefung in Kleingruppen und eine mit ausreichend Zeit und Raum versehene gemeinsame Abschlusspräsentation sowie Podiumsdiskussion mit allen Vortragenden und KleingruppenleiterInnen.

Als musikalisches Begleitprogramm stellte David Kaetz die vielfältigen Möglichkeiten vor, wie er einem Hang seine sphärischen Klänge entlockt.

Das Programm im Einzelnen:

Eröffnungsvortrag:

Dipl.-Muth. Dipl.-Psych. Barbara Dettmer, Münster

Kurzvorträge zum Thema aus den akademischen österreichischen Ausbildungen:

Univ.-Prof. Dr. Thomas Stegemann, Wien, vertreten durch Dr. Elena Fitzthum

PD Mag. Dr. Gerhard Tucek, Krems

Dr. Monika Glawischnig-Goschnik, Dr. Urs Rüegg, Christian Münzberg, Graz

Themen der Kleingruppen:

1. Welche Bedeutung hat die Lehrmusiktherapie für einzelne Ausbildungen und wie ist sie gestaltet? (Rüegg / Fitzthum / Unterrainer)

2. Verschränkung musiktherapeutischer und psychotherapeutischer Prozesse: In welchem Verhältnis stehen Verbales, Nonverbales und Musikalisches? (Glawischnig-Goschnik / Dettmer)

3. Welche Bedeutung hat das Thema im Forschungskontext Musiktherapie? (Tucek / Karloff)

4. Ergeben sich berufsrechtliche Konsequenzen aus dieser Fragestellung? (Münzberg / Böhm-Öppinger)

Die Besucherzahl von ca. 75 TeilnehmerInnen zeigte das große Interesse an diesem Thema und der neuen Tagungsreihe. Die konstruktive und persönliche Atmosphäre ließ viel Begegnung und Meinungsaustausch sowie nicht zuletzt eine engagierte zweistündige Diskussion in der abschließenden Podiumsdiskussion entstehen, in der nochmals die verschiedenen Aspekte zusammengeführt wurden. Gelobt wurden die ausgewogene Verteilung von Vorträgen, Kleingruppen und Plenarveranstaltungen sowie das reichhaltige Buffet, das freundlicherweise durch den Bürgermeister der Stadt Graz gesponsert wurde, aber auch das konzertante Abendprogramm, so dass dieser 1. Grazer Musiktherapietag als voller Erfolg gesehen werden kann.

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