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Institut für Musikpädagogik Graz

2. Grazer Musiktherapietag

16./17. November 2012
2. GRAZER MUSIKTHERAPIETAG

„Wieviel Musiktherapie braucht die Medizin?“

Musiktherapie und Medizin ergänzen sich in vielen gemeinsamen Berufsfeldern. In der Forschung ist Musik als heilsames Medium von der Medizin entdeckt worden und liefert zahlreiche Nachweise für ihre Wirksamkeit. Die GRAMUTH – Grazer Ausbildung Musiktherapie (Interuniversitärer Lehrgang Musiktherapie KUG/MUG/KFUG) hat sich in ihrer zweiten Tagung mit dem Thema Musiktherapie und Medizin beschäftigt. Eingeladen wurden Vertreter aller drei österreichischen akademischen Ausbildungen sowie aus München und Augsburg, um die überregionale Vernetzung innerhalb der Musiktherapie zu bestärken.

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Erfreulich und dankenswert waren die Grußworte durch Landesrätin Mag.a Kristina Ploder, die der Musiktherapie großes Potential bescheinigte und diese Fachtagung bereits zu einer Tradition heranreifen sah.

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Edlinger-Ploder 2.MT-Tag Portrait

Die Tagungsleitung – bestehend aus Dr. Monika Glawischnig-Goschnik, Dr. Urs Rüegg und Dipl.-Musikth. Dipl.-Soz.päd. Christian Münzberg – sorgte im Zusammenspiel mit freiwilligen Studierenden der GRAMUTH am Institut für Musikpädagogik und O.Univ.-Prof. Mag. Gerhard Wanker erneut für eine angenehme und professionelle Durchführung.

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Der Aufbau der Tagung war wieder unterteilt in verschiedene Vorträge, ausführliche Möglichkeiten zur thematischen Vertiefung in Kleingruppen und eine mit ausreichend Zeit und Raum versehene gemeinsame Abschlusspräsentation sowie Podiumsdiskussion mit allen Vortragenden und KleingruppenleiterInnen.

Als musikalisch-therapeutisches Begleitprogramm stellte Helena Rodrigues aus Portugal die Companhia de Musica Teatral vor, die insbesondere Musik im Dialog zwischen Eltern und Kleinkindern künstlerisch-therapeutisch einsetzt.

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Das Programm im Einzelnen:

Eröffnungsvortrag:

Prof. Dr. Hans-Ulrich Schmidt, Augsburg: Musiktherapie in der Medizin – Anmerkungen zu Behandlung, Forschung, Lehre und Zukunftsperspektiven

Kurzvorträge zum Thema aus den akademischen österreichischen Ausbildungen:

Univ.-Prof. Dr. Thomas Stegemann, Wien: Künstlerische Therapien in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

PD Mag. Dr. Gerhard Tucek, Krems: Status Quo der Musiktherapie in Lehre, Forschung und Praxis in Niederösterreich

Dr. Monika Glawischnig-Goschnik, Graz: Warum die Medizin die Musiktherapie (ganz dringend!) braucht – 10 mögliche Gründe

Themen der Kleingruppen:

1. Musiktherapie im Medizinstudium? Erfahrungen mit Nonverbalität (Rüegg / Stegemann)

2. Musiktherapie bei erworbener Hirnschädigung – klinische Erfahrungen (Baumann, München / Tucek)

3. Musiktherapie in der Psychiatrie und Psychosomatik – ausbaufähig? (Stevcic, Graz / Münzberg)

4. Musiktherapie am Krankenbett – musiktherapeutischer Konsiliar-/Liaison-Dienst (CL-Dienst)? (Glawischnig-Goschnik)

Die Besucherzahl war mit ca. 50 TeilnehmerInnen erfreulich groß und zeigte das Interesse an diesem Thema. Insbesondere die ausführlich vorgestellten Inhalte der Kleingruppen zeigten die rege Beteiligung. Die Begegnung kontroverser Einschätzungen ließ eine engagierte zweistündige Podiumsdiskussion entstehen, in der abschließend die verschiedenen Aspekte zusammengeführt wurden.

Besonderer Dank gilt dem Institut 5 für Musikpädagogik der Kunstuniversität Graz, namentlich Herrn O. Univ.-Prof. Mag. Gerhard Wanker für die Bereitstellung der Räume, des Equipments und der persönlichen Beteiligung in der Vorbereitung sowie dem Bürgermeisteramt der Stadt Graz, das erneut ein reichhaltiges und schmackhaftes Buffet zur Verfügung gestellt hat. Dank allen Beteiligten in der Vorbereitung und Durchführung in der Hoffnung, dass aus diesen Tagungen tatsächlich eine Tradition erwachsen kann.

Bildernachweis und Copyright: Christian Münzberg, Claudia Witzel

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