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Institut für Musikpädagogik Graz

3. Grazer Musiktherapietag

22PB232596_klein./23. November 2013

3. GRAZER MUSIKTHERAPIETAG

„Wieviel Musiktherapie braucht die Pädagogik? Wie pädagogisch ist die Musiktherapie?“

Die Musiktherapie ist in vielen pädagogischen und musikpädagogischen Bereichen zu finden. Sie wird in Schulen, Musikschulen, Kindergärten, aber auch in sozial- und heilpädagogischen Einrichtungen eingesetzt. In der Musiktherapie finden psychotherapeutische und psychoedukative Ansätze gleichermaßen Beachtung. Es gibt zahlreiche Schnittstellen von Pädagogik und Musiktherapie.

In ihrer dritten Tagung – nun mittlerweile eine Tradition – hat sich die GRAMUTH – Grazer Ausbildung Musiktherapie (Interuniversitärer Lehrgang Musiktherapie KUG/MUG/KFUG) diesem interessanten Thema angenommen. Eingeladen waren zahlreiche ReferentInnen aus den drei akademischen Ausbildungen sowie dem In- und deutschsprachigen Ausland.

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Die Tagungsleitung – bestehend aus dem bewährten Leitungsteam Dr. Monika-Glawischnig-Goschnik, Dipl.-Musikth. Dipl.-Soz.päd. FH Christian Münzberg und Dr. Urs Rüegg (nicht persönlich anwesend) – bereitete den zahlreichen TeilnehmerInnen zusammen mit O.Univ.-Prof. Mag. Gerhard Wanker und freiwilligen studentischen HelferInnen der GRAMUTH am Institut für Musikpädagogik erneut eine sehr angenehme, einladende  Atmosphäre und professionelle Durchführung.

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Die Struktur des Tagungsablaufes hat sich als Format bewährt und bot viel Raum für kurze Impulsvorträge, die Vertiefung der Tagungsbeiträge in Kleingruppen mit abschließender Präsentation der Ergebnisse und eine ausführliche und sehr angeregt ablaufende Diskussion. Sehr erfreulich waren auch die Teilnahme von Dekan Ao.Univ.Prof. Mag.art. Dr.phil Bernhard Gritsch und Univ.-Prof. Dr. Silke Kruse-Weber.

Ein besonderes Highlight war auch das musikalische Begleitprogramm! Diesmal konnte eine hochkarätige Gruppe bekannter Grazer und Wiener Jazzmusiker gewonnen werden, die in einer offenen Jam-Session die TeilnehmerInnen zur gemeinsamen Improvisation einluden. Dieter Glawischnig (P), Armin Pokorn (Git), Andy Schreiber (Viol) und Rudi Görnet (B, selber auch Musiktherapeut) heizten den TeilnehmerInnen und Gästen mit groovigen Rhythmen und wilden Soli ordentlich ein und nahmen das Publikum mit. Es entstand eine wunderbare Atmosphäre von sehr freien pulsierenden Stimmungsbildern über getragene ruhige musikalische Landschaften bis zu stimmlich chorischen Passagen, die alle Anwesenden völlig in ihren Bann zogen. DANKE AN DIE TOLLEN MUSIKER!!!

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Vielen Dank auch an Priv.-Doz. Mag. Dr. Gerhard Tucek und Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Stegemann für die gute Leitung der abschließenden Podiumsdiskussion!

Das Programm im Einzelnen:

Eröffnungsvortrag:

Prof. Dr. Christoph Wallbaum, Leipzig: Musik als Wahrnehmungshilfe für eine Art der Weltzuwendung

Impulsvorträge zu den Themen der Kleingruppen:

Dr. Monika Glawischnig-Goschnik, Graz: 10 Jahre „Pflichtvorlesung Musiktherapie“ für Studierende der Musikpädagogik an der KUG: eine Bilanz

Yoshihisa Matthias Kinoshita, MA, München: „Trommelpower“ – Gewaltprävention und soziale Integration mit Musik

Mag. Eric Pfeifer, MA, Vorarlberg/Augsburg: Musiktherapie in der Schule – Überblick und Ergebnisse einer Pilotstudie in Österreich

Dr. MMag Mona Smale, Graz: Harfenunterricht als Therapieform bei SchlaganfallpatientInnen

MMag. Barbara Schnetzinger, Wien: Musikpädagogik und Musiktherapie – Berührungsflächen und Grenzen

Themen der Kleingruppen:

1. Musiktherapie und Pädagogik – Bildung? Heilung? Begleitung? (Wallbaum / Glawischnig-Goschnik

2.“Trommelpower“ – Gewaltprävention an Schulen (Kinoshita / Münzberg)

3. Therapeutischer Instrumentalunterricht (Smale / Iris Zoderer, Krems)

4. Musiktherapie in der Schule – Erfahrungen, Möglichkeiten, Grenzen, praktische und theoretische Ansätze und die Situation in Österreich (Pfeifer / Schnetzinger)

Die Anzahl der TeilnehmerInnen konnte erfreulicherweise leicht gesteigert werden und ergab mit ca. 55 Personen eine sehr angenehme und konstruktive Arbeitsatmosphäre. Nicht zuletzt die rege Teilnahme an der Abschlussdiskussion und das Ringen um die jeweiligen Haltungen mit den anwesenden MusikpädagogInnen zeigte die enge Verbindung und Überschneidungen, wie die doch auch deutlichen Unterschiedlichkeiten der beiden Zugänge nochmals auf.

Erneut gilt besonderer Dank dem Institut 5 für Musikpädagogik der Kunstuniversität Graz, insbesondere Herrn O. Univ.-Prof. Mag. Gerhard Wanker für die Bereitstellung der Räume und des Equipments sowie der persönlichen Beteiligung in der Vorbereitung und Durchführung der Tagung. Ein großer Dank gilt auch wieder dem Bürgermeisteramt der Stadt Graz, das die Tagung nun schon zum dritten Mal mit einem reichhaltigen und schmackhaften Buffet unterstützte und damit auch eine Wertschätzung für diesen Beitrag zur Kultur der Stadt Graz ausdrückte. Danke auch ganz besonders den zahlreichen Helferinnen und Helfern, sowohl aus dem Kreis der Studierenden als auch der Kunstuniversität für ihren ehrenamtlichen und engagierten Einsatz!!! Wir hoffen, die nun gute Tradition im nächsten Jahr wieder mit einem spannenden Thema weiterführen zu können.

Text, Bildnachweis und Copyright © 2014: Christian Münzberg, Kunstuniversität Graz

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