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Institut für Musikpädagogik Graz

Künstlerische Abschluss- prüfungen 2013

 

Insgesamt zum 10. Mal fanden von 23. – 25. September 2013 die alljährlichen künstlerischen Abschlussprüfungen der Lehramtstudierenden des Fachs Musikerziehung statt. Jene Prüfungen oder vielmehr Projekte, die wohl einzigartig im europäischen Raum neben den Fertigkeiten an der Stimme und am ersten Instrument vor allem die für den Lehrberuf notwendige Interdisziplinarität in den Mittelpunkt stellt und für dessen zugrundeliegendes Konzept dafür im Jahr 2009 mit dem Inventio-Preis ausgezeichnet wurde. Initiiert von Institutsvorstand Gerhard Wanker im Kulturjahr 2003 ersetzten die sogenannten „Diplomprojekte“ die künsterischen Diplomprüfungen, wobei der Vortrag am ersten Instrument nicht mehr konzertant abgehalten, sondern in ein ganzheitliches Projekt eingebettet wird, welches Verbindungen in alle denkbaren Bereiche zulässt. Von Theater über Tanz bis hin zu Sport spannt sich der Bogen der bisjetzt über 100 Projekte, deren kreatives Potential vor allem für das Schulwesen unverzichtbar ist.

Die Projekte im Jahr 2013 zeichneten sich allesamt durch ein sehr hohes Präsentationsniveau aus. Für besondere Leistungen wurde schon im Jahr 2008 der so genannte „Reiterstiefel“ ins Leben gerufen, eine Urkunde, die heuer an folgende zwei Personen verliehen wurde:

Géza Szadeczky-Kardoss für ein besonderes musikalsch-soziales Engagement:

Die Zusammenarbeit mit Kindern mit teils schwierigen sozialen Hintergrund, das Integrieren eines Blinden in eine Schauspielerrolle und ein Aufenthalt in San Miguel de Velasco im Tiefland von Bolivien als „Missionar auf Zeit“ (freiwilliger Mitarbeiter der Steyler Missionare) zeichnet die Arbeit des Diplomanden besonders aus.

Alexander Christof für den besten Gesamteindruck und für die beste Ausstattung:

Die sehr aufwendige Bühnengestaltung sowie höchst detailreiche Kostüme, aber vor allem der dramaturgische Umgang damit hebt das Projekt des Diplomanden hervor. Formal sehr poinitiert und reflektiert bewegt sich seine Inszenierung zwischen sehr minimalistischen Szenen (der Diplomand allein sitzend und am Akkordeon spielend vor einem Vorhang) und Bombast (volle Bühne mit Band, Tanz und Schauspiel).

Der Sänger, Gesangspädagoge und Lehrer am IMPG Willibald Oberzaucher schuf aus privatem Kapital heraus den so genannen „Goldkehlchenaward“, der besondere stimmliche Leistungen der KandidatInnen honorieren soll. So ging der diesjährige Goldkehlchenaward an die Diplomandin Katrin Schinnerl.

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