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Institut für Musikpädagogik Graz

Vernissage von Erich Cagran

Blog-innenZweifel hatte der Künstler Erich Cagran, ob er seine Bilder überhaupt in Graz ausstellen lassen würde wollen, denn waren die Jahre nach Graz – Kulturhauptstadt 2003 für ihn nicht ausreichend von Nachhaltigkeit im Kunstsektor geprägt. Doch, wie es so schön heißt, in dubio pro reo, versichert uns zumindest Dr. Wolfgang Riedler, ehemaliger Kulturstadtrat von Graz, der den Künstler auf kurzweilige Art und Weise vorstellte. Im Zweifel also für die Sache und die Sache sind in diesem Fall die Bilder einer Ausstellung – sozusagen. Einer Ausstellung, die wie bereits unzählige andere im Gebäude der ehemaligen Reiterkaserne und nunmaligem Institut für Musikpädagogik für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde und vor allem den täglich durch die Gänge wandernden Musikstudent/-innen immer wieder einen anderen Aspekt von Kunst vor Augen hält und manchmal auch einen anderen Aspekt von Musik, heißt doch das Bild am Foto „Take Five“, eigentlich Titel eines Liedes, welches auch von der, die Vernissage musikalisch umrahmenden Band Chili con Kari (Waltraud Wolfmayr – voc, Max Stadler – ts, Andreas Biener – git, Florian Pirolt – p, Martin Preiss – b und Herbert Schmöller – dr) zum Besten gegeben wurde. In dubio also der Titel der Veranstaltung. Begrüßt wurden die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer zweifelsohne von Institutsvorstand Gerhard Wanker. Zweifelhaft ist jedoch, ob dieser Ausstellung eine weitere folgen wird können – wir werden es sehen. Man hofft auf in dubio pro reo.

Die Ausstellung selbst zeigt Abstraktionen von Wirklichkeit, denn, so heißt es, Abstraktionen führen zu allgemeiner Gültigkeit. Andererseits soll Kunst auch die Vermittlung dessen sein, was wir nicht sehen. Die Frage ist aber, was wir sehen, wenn wir ein Bild betrachten und wie wir es anders sehen oder auch was wir anderes sehen, wenn dieses Bild auf den Kopf gestellt würde, denn damit würde der gewohnte Modus ausgeschaltet und das Bild nach anderen Maßstäben bzw. quasi mit neuen Augen besehen werden.

Bei vielen netten Gesprächen, anregenden Unterhaltungen, allerlei kösltlichen Brötchen und dem einen oder anderen geistigen Getränk durfte der Abend dann seinen gemütlichen Ausgang nehmen – unbezweifelt.

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